Gegenseitige Hilfe

Engelbert, Arthur: Gegenseitige Hilfe – eine Vision mit Anleitungen für Kleingruppen, Marburg: Tetum Verlag 2010.
ISBN: 978-3828821484

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: Warum anderen helfen? Wer hilft wem? In diesem Band ana lysiere ich das Für und Wider „gegenseitiger Hilfe“, um Probleme und Perspektiven wechselseitiger Zusammenarbeit in Kleingruppen vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen herauszuarbeiten. Nicht der Einzelne, sondern die Gruppe, in der Personen ihre Motive und Interessen abstimmen, steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. „Gegenseitige Hilfe“ – ein auf Petro Kropotkin zurückgehender Ausdruck – ist eine Vision, die in der Gegenwart beginnt. Sie basiert auf wechselseitiger Selbstlosigkeit und Selbststeigerung des Einzelnen in Kleingruppen. Anhand von Beispielen und Modellen erläutere ich, warum „gegenseitige Hilfe“ notwendig ist und wie man sie erreichen kann. Was ist der Auslöser für Gegenseitige Hilfe? Das ist eine gegenwärtig öfters gestellte Frage. Gemeint ist, ob Veranlassung von ‚außen‘ kommen, also nicht aus einer ‚inneren‘ Notwendigkeit heraus entsteht. Naturgewalten oder Zivilisationsenergien wäre äußere Faktoren. Sie sollen Druck zu einem anderen Handeln sozusagen ausüben.

Zwei Stimmen dazu: Erstens Rifkin: „Wie die Dritte Industrielle Revolution unser Menschenbild verändert und die Welt retten kann: Wenn wir uns die angeborene Gabe der Empathie zunutze machen, um eine neue globale Ethik der harmonischen Versöhnung aller lebenserhaltenden Kräfte auf diesem Planeten zu entwickeln – dann können wir das alte, von Vereinzelung und Eigennutz geprägte Menschenbild ebenso überwinden wie das Zeitalter der nationalen Markt- und Regierungssysteme. Die Dritte Industrielle Revolution erlaubt uns, einen völlig neuen Ansatz zur Globalisierung zu entwickeln: eine „Kontinentalisierung“, die nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben verläuft. Weil die erneuerbaren Energien mehr oder weniger gleichmäßig über die gesamte Welt verteilt sind, ist jede Region potenziell dazu in der Lage, sich selbst mit der nötigen Energie zu versorgen – und sich gleichzeitig mit Hilfe intelligenter Netzwerke über Kontinente hinweg mit anderen Regionen zu verbinden.“ Jeremy Rifkin: Die empathische Zivilisation. Wie die Dritte Industrielle Revolution unser Menschenbild verändert und die Welt retten kann, Berliner Zeitung, 08.02.2010

Zweitens Wawerzinek: „Taugt die Gesellschaft etwas, so behelfen und helfen sich alle irgendwie gegenseitig und uneigennützig. Taugt eine Gesellschaft nichts, so zieht die gleiche Katastrophe eine eine Reihe von Klagen, absurdeste Schadensmeldungen, nervende gerichtliche Verfahren nach sich. Das Menschliche bleibt auf der Strecke.“ Peter Wawerzinek: „… Was die Kälte erzählt“, Der Tagesspiegel, 5.2.2010 Tectum Verlag