Das Kapital

Im Hamburger Bahnhof gab es eine Ausstellung rund um das Werk „Das Kapital – Raum 1970-77“ von Josef Beuys  zu sehen. Das ist sicherlich verdienstvoll, auch notwendig, nur seltsam deplaciert, denn auf dem Kunstmarkt tobt die Allianz von Kunst und Geld und hat die althergebrachte Gewaltenteilung der Künste endgültig hinter sich gelassen. Berühmt und Reich, davon träumen die Absolventen der Akademien, während die etablierten Künstler derweil den Kunstwert verscherbeln. Kunst hatte schon immer eine Affinität zum Geld. Nur: Die zeitgenössische Kunst liebt mehr den Glamour und den Trash als alles andere. Und nur wenige blieben vor der Tafelwand, die den Abschluss der Ausstellung bildete, stehen: nachforschend, fragend und irritiert.

Hamburger Bahnhof 2016

Hamburger Bahnhof 2016

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Der akustische Schatten. Eine Soundstudie in der Turmkuppel auf dem Berliner Teufelsberg

Historisch gesehen war dieser Raum ein besonderer. Er war bis 20o6 ein bewacht, eine ehemalige Abhörkuppel überhalb von Berlin. Von hier aus ist der Rundblick auf die Stadt und dem Umland gigantisch. Jedes Geräusch klingt in der bienenwabigen Kuppel nach, wirkt dadurch verstärkt: Man spürt bei allen, was tut, bei jeden Schritt, jedem Lachen und dem musikalisch erzeugten Klängen den Nachhall oder anders formuliert, dass man als Mensch einen akustischen Schatten hat, der allerdings nur unter besonderen Bedingungen hörbar wird.

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I agree: Berlin Biennale 2016

Wir stimmen zu: Mediale Oberflächen sind Realität. We Agree. I Like This Really. Super Biennale Berlin. We Love You.

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Woher- und Wohin-Struktur

Habe vor kurzem die Galerie M besucht und so zum ersten Mal auch bei dieser Gelegenheit die Station Kunst für Max Imdahl gesehen. Gleich im ersten Gebäude steht eine Skulptur von Norbert Kricke, über die sich Imdahl im Sinne einer „Woher- und Wohin-Struktur“ mündlich geäußert hat.
Dass die einzelnen Gebäude eine eher ägyptisch geschlossene Wirkung ausüben, muss man wohl so hinnehmen. Die Station Kunst für Max Imdahl wurde 1988 von Alexander von Berswordt-Wallrabe ins Werk gesetzt. Kunst, Architektur und Natur beziehen sich aufeinander.
„Krickes Raumplastik läßt entweder Wahrnehmungsweisen zu, die entweder zum Erlebnis eines Verlaufs oder zum Erlebnis einer Verlaufsfigur führen.“
Imdahl, Max: Gesammelte Schriften I/III. Zur Kunst der Moderne, Zur Kunst der Tradition, Reflexion Theorie Moderne, hg. von und eingeleitet von Angeli Janhsen-Vukicevic, 3 Bde., Bd.1, Frankfurt/ Main: Suhrkamp Verlag 1996, S.292. Verlaufsstruktur I

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Aus René Blocks Archiv und Sammlung, NBK Berlin, 16. 09 2015 – 24. 01 2016

Diese Galerie enthält 6 Fotos.

„Ich kenne kein Weekend“: René Block’s Sammlung ist unter diesem Motto in den Räumen des NBK’s (und auch im Berliner Museum) zu sehen. Die Vielzahl der Werke wird Stück für Stück in dem aufwendig kuratierten Ausstellungsraum sichtbar.

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Song Dong_Wast Not – wu jin qi yong_Düsseldorf Ende 2016

In der Kunsthalle Düsseldorf werden Arbeiten Song Dong gezeigt, die u.a.  das Thema Gebrauchsgegenstände, Dinge des Alltags und Abfall konzeptuell aufgreifen. Da Song Dong einen persönlichen, familiären mit einem allgemeinen, gesellschaftlichen Ansatz verbindet, sind seine systematisch geordneten Sammlungen/Archive eine transkulturelle Bereicherung in dem Diskurs über den Gebrauch der Dinge.

 

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Joan Mitchell im Museum Ludwig Köln Ende 2015/ Anfang 2016 – Retrospective. Her Life and Paintings

Joan Mitchell ist irre brillant. Farbenfroh. Künstlich irritierend. Herausfordernd. Also bleibt nicht viel mehr als den großformatigen Gemälden zu folgen, als gäbe es etwas zu sehen, was uns anspricht.

 

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Jackson Pollock in der KunstHalle der DB

Man braucht ein wenig Zeit für das großformatige Wandbild, dann aber „lebt“ es optisch, vor allem aus der Schrägsicht. Kunst_geschichtlich gesehen, ist die Berliner Präsentation nicht uninteressant.

Mural, Öl und Kasein auf Leinwand, 243,9 x 603,9 cm, 1943

Mural, Öl und Kasein auf Leinwand, 243,9 x 603,9 cm, 1943

Mural, Detail

Mural, Detail

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Fast nichts

Wirklich nichts.

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Spirale aus Leinwänden

Spirale aus Leinwänden

Paul McCarthy, Saloon Theater, 1995 – 1999, 2008 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection

Paul McCarthy, Saloon Theater, 1995 – 1999, 2008 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection

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Smarte Kunst

Erwin Wurm: Fichte, Kunstmuseum Wolfsburg, 22.03.2015 – 13.09.2015 Die Currywurst schmeckt echt großartig, alle Dinge von Erwin Wurm sind smart, wie der eigens entworfene und in Wolfsburg gebaute VW-Bus. Auch  die Dinge reden ein Wörtchen mit. Sie sprechen von ihrem Gebrauch, von ihrer Verwendung, die nicht immer normal ist. Fehlverhalten führt zu unmöglichen Formen. Die Alltagsobjekte von Erwin Wurm sind vorbildlich. Man schaue nur ganz auf die Wurstschneidemaschine, immer der gleiche Vorgang und mal etwas weiter gedacht: jeder Türgriff erzählt von Händen, die zudrücken, bis jener eine Form annimmt, die seiner Verwendung nicht ganz entspricht…

 

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