7. Berlin Biennale

Politik ist alles Mögliche – mit Ausstellungswert: Occupy a Museum! Besetz einen Begriff! Besser noch: Erfinde einen Begriff! Was ist also möglich? Palästina ist Teil des Möglichen. Was wird von wem besetzt? Die Occupy-Bewegung erweitert das Recht auf Demonstration. Vorerst ist die Besatzungsmacht ein Instrument der Kunst, der Berlin Biennale: Ein Festival des korrekt Möglichen.Kunstwerke Berlin - Büros der Occupy-Bewegung

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Die Berliner Transmediale (HKW, 31.01.-05.02.2012) ist dem eigenen Thema auf der Spur und zeigt die Tücken der Unvereinbarkeit von Formaten.

Sympathie

Antipathie

Antipathie

 

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Entschleunigung – Kuratorenkitsch

Die Kunst der Entschleunigung. Bewegung und Ruhe in der Kunst. 31.10.2011 – 09.04.2012

Die von Markus Brüderlin zusammengestellte Auswahl von Werken der Moderne seit dem Symbolismus bis heute überzeugt. Sie ist einfallsreich und von hoher Qualität. Enttäuschend ist jedoch, dass das Tendenzthema “Entschleunigung” die immanente Dynamik der Moderne verlangsamt. Der Bewegungsbegriff ist für die Kunst des 20. Jahrhunderts zentral. Diesen auf eine bildungsbürgerliche Beruhigung zurechtzubiegen ist schlicht unnötig. Was fehlt, ist ein Diskurs der Verständigung von Kunst und Ökonomie ohne Limit.

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Denkerei. In Kreuzberg. Und anderswo.

Als hätte man auf diesen Schwerpunkt der Arbeit die ganze Zeit schon gewartet. Am Samstag wurde endlich das “Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen” eröffnet. Super! Man kann Bazon Brock und seiner Crew nur gratulieren und wünschen, dass die bundesrepublikanische Rückmeldung des Geistes noch mehr wirksam ist, wie seinerzeit die Besucherschule auf der Dokumenta in Kassel. Nötig wäre es schon.
Denkerei in Kreuzberg

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Schöne Weihnachten

Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt zeigt gerade und durchaus passend über die Weihnachtstage hinweg eine unglaublich beeindruckende Werkschau (Edward Kienholz, Die Zeichen der Zeit, 22.10.-29.01.2012): Da gibt es u.a. eine “Anbetung des Kindes” in der Tradition der christlichen Icographie zu sehen. Edward Kienholz Assemblagen sind zeitlos und doch messerscharf am Nerv der Zeit.
The Nativity, 1961

 

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Douglas Gordon im MMK Frankfurt

Es gibt Arbeiten von Douglas Gordon, für die kein Weg zu lang erscheint, um sie noch einmal zu sehen, wie etwa die auf zwei Leinwänden gleichzeitig, aber spiegelverkehrt projizierte, berühmte Spiegelszene aus dem Film “Taxi Driver” mit Robert de Niro aus dem Jahr 1976. In der Frankfurter Ausstellung (19.11. 2011-25.03.2012) ist wieder die zweifach pojizierte Kamerafahrt um einen Elefanten “Play Dead; Real Time, 2003″ in einem “Galerieraum” sehen, bei der der Zuschauer Karussell fährt, aber nicht nach die vorbeiziehende Welt außen, sondern die vom Kamera-Auge nach innen gezogene Bewegung mitvollzieht und dabei die leichten, fast tänzerisch anmutenden Bewegungen des Elefanten umkreist. Das ist ganz wunderbar. Bei den neuen Arbeiten in Frankfurt, für die vor allem die zentrale Eingangshalle abgedunkelt ist, wäre es besser gewesen, wenn es Kuratoren gäbe, die reflektieren, was sie tun, denn dann hätten sie dem Künstler die Präsentation noch unausgereifter Ideen ausgeredet.
Play Dead - Real TimeHenry Rebel, 2011

 

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Clouds. Oder der Hamburger Bahnhof als Spielplatz

Tomás Saracenos Ausstellung “Cloud Cities”, die im Hamburger Bahnhof in Berlin ( 15.09.2011-15.01.2012) zu sehen ist, geht in Richtung Erprobung, d.h. aktiver Objekterkundung. Bereits 2009 präsentierte Saraceno ein aus elastischen Seilen verspanntes Netzwerk mit knotenhaften Verdichtungen in einer der zentralen Hallen des Palazzo delle Esposizioni in Venedig. Da musste man sich als Besucher vorsichtig hindurch bewegen und erhielt eine sympathische Verbildlichung eines Spinnennetzes. Das Prinzip wurde im Hamburger Bahnhof interaktiv erweitert. Man kann nun in die Knoten des Netzes eintauchen und sich auf Plastikbahnen, die durch Luftdruck gehalten werden, legen, leicht wie auf oder in Wolken bewegen: eine schöne Idee zur Wolkenmetapher.
Saraceno: Cloud Cities 2

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Biennale Venezia 2011 – kein schöner Ort nirgends

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Nach der missglückten Ausstellung “Based in Berlin” ist ein Besuch in Venedig eine nostalgische Bestätigung der Wirkungsmächtigkeit von Kunstwerken, die Erwartungen programmatisch erfüllen können: Raumfüllende Arbeiten in stimmiger und kontrastierender Abfolge in den Arsenalen. Das ist ein Eindruck, der sich schon … Continue reading

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vipartfair.com ::: 22.-30. Januar 2011

Wir wählen aus. Besser kann man es nicht machen. Wir sind interessiert. Wir nehmen Kontakt mit der Galerie auf. Wir sind vom Informationswert der Ware überzeugt. Wir zahlen elektronisch. Wir streichen das Wort Kunst. Es ist überflüssig. Die Ware erhält ihren Ausstellungswert durch uns. Goodman Gallery Cape Town

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Hirsch heiß ich, Rentiere unter sich

Soma. Carsten Höller im Hamburger Bahnhof vom 5.11.2010-06.02.2011
In der Berliner Ausstellung ist das verrätselte Dahindämmern angekommen. Es erübrigt sich eigentlich über diese Event-Panne unter den Bedingungen des Museums ein Wort zu verlieren. Außer: Gut, dass der Soma-Spuk vorbei ist. Herr Kittelmann, der das alles verantwortet, kann es wie die sagenumwobenen Tante Erna aus Bünde halten, die schwörte auf ein Glas Urin. Einbildung kann Ausbildung nicht ersetzen, ist aber berufstechnisch offensichtlich kein Hindernis.Soma-Ausstelung im Hamburger Bahnhof BerlinSoma-Ausstellung im Hamburger Bahnhof Berlin

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